Systemische Therapie
Das Institut Family Affair bietet eine Weiterbildung auf der Grundlage einer systemisch-phänomenologisch orientierten Betrachtungsweise an.

Sie ist sowohl für Menschen konzipiert, die im Rahmen ihrer beruflichen (therapeutischen) Tätigkeit neue Sichtweisen und Handlungsabläufe integrieren wollen, als auch für andere Interessierte zur Vertiefung ihres eigenen Selbsterfahrungsprozesses.
Wann und Wo:

Der Grundkurs sowie der Aufbaukurs beinhalten jeweils 10 Wochenendseminare (9 Seminare und ein Colloquium). Der zeitliche Rahmen für beide Kurse umfasst somit 3 Jahre. Die Weiterbildung findet in Bremen (Alleins e.V.) statt. Informationsbroschüren über die Weiterbildungen sende ich gerne zu.
 
 

Weiterbildung

Leitung: Heiko Hinrichs

Die gesamte Weiterbildung besteht aus verschiedenen Modulen, welche sowohl als einzelne Kurse gebucht werden können, andererseits bauen sie aufeinander auf und ergänzen sich als Ganzes.
Die Seminare haben jeweils einen Themenschwerpunkt; theoretische Grundlagen sowie praktisch-methodische Vermittlungen wechseln sich ab.
Weiterer Bestandteil der Weiterbildung sind Supervisionen und die Teilnahme an einem Assistenzprogramm.
Die Weiterbildung entspricht den Weiterbildungs-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS).
Nach Abschluss der Weiterbildung können die Teilnehmer bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen (siehe Anerkennungskriterien DGfS, www.familienaufstellung.org) ihre Anerkennung als Systemaufsteller (DGfS) bei der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen beantragen.
 

Modul Systemik

Im Modul Systemik werden die Teilnehmer mit den theoretischen Grundlagen der systemischen Familientherapie vertraut gemacht und sammeln praktische Erfahrungen hinsichtlich der Wirkung systemtherapeutischer Techniken und Interventionen im Kontext verschiedener Systeme (Familie, Arbeit, größere Systeme). Darüber hinaus wird der eigene (familiäre) Erfahrungshintergrund der Teilnehmer intensiv reflektiert und ggf. neu bewertet. Dieser Klärungsprozess ermöglicht die Bewusstwerdung und Herausbildung einer persönlichen Kompetenz im persönlichen und beruflichen Kontext.
 
Die Schwerpunktthemen des Moduls Systemik sind:
  • Einführung in die systemische Familientherapie
  • Paararbeit
  • Belastungen und Ressourcen in Systemen
  • Familien und größere Systeme
  • Systemisches Denken und Handeln im Arbeits- und Berufsleben
  • Zukunftsgestaltung
  • Selbsterfahrungsseminare I-III (Herkunftsfamilie, Paardyade/Gegenwartssystem, Belastungen und Ressourcen)

 

Modul Basiskurs Aufstellungsarbeit

Im Modul Basiskurs Aufstellungsarbeit richtet sich der Focus auf die grundlegenden Menschenbilder, Merkmale und Wirkungsweisen des von Bert Hellinger entwickelten phänomenologischen Ansatzes. Es werden die drei basalen Grundmechanismen in Beziehungen (Bindung, Ausstoßung und Ordnung) anhand der Systemaufstellungen verdeutlicht und für die Teilnehmer sowohl im eigenen Prozess als auch methodisch erfahrbar gemacht.

Die Schwerpunktthemen des Basiskurses sind:
  • Einführung in das phänomenologische Denken und Handeln
  • Ordnungen der Liebe in Familiensystemen, Eltern-Kind-Beziehungen
  • Ordnungen der Liebe in Paarbeziehungen
  • Belastungen und Ressourcen in Systemen
  • Systeme in Arbeit und Beruf (Organisationsaufstellungen)
  • Systemische Strukturaufstellungen (SySt), lösungsfokussierte Kurztherapie (SFT)
  • Bewegungen der Seele, Bewegungen des Geistes
  • Aufstellungsarbeit in der Einzelberatung
  • Grundlagen der Beratungskompetenz, Ordnungen des Helfens
  • Abschlußseminar, Colloquium

 

Modul Aufbaukurs Aufstellungsarbeit

Im Modul Aufbaukurs Aufstellungsarbeit betrachten und erforschen wir die Wirkungen der Aufstellungsarbeit in speziellen Feldern und Lebensbereichen. Darüber hinaus sollen hier verstärkt die eigenen Erfahrungen der Teilnehmer als Stellvertreter und als lernende Aufsteller genutzt werden.

Die Schwerpunktthemen des Aufbaukurses sind:

  • "Leben als Geschenk", Geburtsaufstellungen, unterbrochene Hinbewegung, spezielle Geburtssituationen, gegenwärtige Hirnforschung und Babyentwicklung
  • Psychosomatik, Gesundheit und Krankheit, Körper-, Organ- und Symptomaufstellungen, individuelle und kollektive Krankheitsmuster
  • Grundlagen der Psychopathologie, Neurosen - Psychosen, Umgang in Psychotherapie, Möglichkeiten und Grenzen, Psychotraumatologie nach Franz Ruppert
  • "Der Körper weiß - felt sense": Körperorientierte Traumabehandlung Somatic Experiencing und Anwendung auf die Aufstellungsarbeit
  • Astrologische Symbolaufstellungen, Horoskopaufstellungen
  • Leben und Tod - Abschied und Neubeginn in Aufstellungen
  • Karma und Aufstellung, Neue Sichtweisen auf Schicksale
  • Großkonflikte, politische und gesellschaftliche Aufstellungen
  • Möglichkeiten und Grenzen der Aufstellungsarbeit, eigene Fähigkeiten und Grenzen, persönliche Ziele und Perspektiven
  • Abschlußseminar, offene Themen, Abschlußfest

 

Das phänomenologische Vorgehen beruht auf dem "Wahr-nehmen" eines Systems in der wörtlichen Bedeutung. Dadurch können unvoreingenommen für die Systemmitglieder meist unbewusste Regeln und Strukturen erkannt, verdeutlicht und in ihrer Sinnhaftigkeit entsprechend gewürdigt werden. Diese Regelkreise, von Bert Hellinger "Ordnungen der Liebe" genannt, wirken tiefgreifend über Generationen im Kern, der Seele der Familie und anderen Systemen.
Die Weiterbildung ist für Menschen zur Erweiterung und Vertiefung ihrer beruflichen (ärztlichen, psychologischen, pädagogischen, psychotherapeutischen) Kompetenz geeignet, als auch zur Unterstützung ihres eigenen Selbsterfahrungsprozesses. Somit können auch eigene persönliche und berufliche Anliegen bearbeitet werden.
 
Die methodischen Bereiche des Moduls Aufstellungsarbeit sind:
  • Grundlagen der Aufstellungsarbeit, Schulung der repräsentierenden Wahrnehmung (morphogenetisches, "wissendes" Feld), phänomenologische Grundhaltung, "Ordnungen der Liebe", Einführung in mehrgenerationale Dynamiken (Verstrickung, Identifizierung, Nachfolge, etc.), Umgang mit den Ahnen (Toten), Bindung - Ausgleich - Ordnung, persönliches Gewissen und Systemgewissen
  • Ordnungen der Liebe in Paarbeziehungen und Eltern-Kind-Beziehungen, "blinde" und "wache" Liebe, Vorgehensweise beim Systemstellen (Eingangsphase, Umstellungsphase, Sätze der Kraft / Lösungssätze, Lösungsbilder, Schlussphase), Rundenarbeit, Therapeutische Grundhaltungen (Helfen und Lösen)
  • Aufstellungsarbeit in der Einzeltherapie, Arbeiten mit Mythen, Märchen, Geschichten, Umgang mit Schicksal, Krankheit, Tod und Trauer, Besondere Aufstellungsthemen
  • Systeme in Arbeit und Beruf, Organisationsdynamiken, Grenzen zwischen persönlichen und beruflichen Aufstellungen
  • Einflüsse von anderen Therapieformen, Systemische Strukturaufstellungen (nach Kibéd / Sparrer), Aufstellungs- und Körperarbeit
  • Bewegungen der Seele, Ethik in der Aufstellungsarbeit / Möglichkeiten und Grenzen, Nachtrag, Abschluss

Körperzentrierte Aufstellungsarbeit

Family Affair – Institut für systemische Beratung, Therapie, Weiterbildung - bietet eine Weiterbildung auf der Basis der phänomenologischen Sicht- und Handlungsweise, in Verbindung mit psychotherapeutischen Verfahren zur Traumaverarbeitung an.

Diese Arbeiten haben bei der Behandlung von Schock-und Entwicklungstraumata gute nachhaltige Wirkungen erzielt, da sie unmittelbar am Nervensystem ansetzen und die ureigenen körperlichen Schutz- und Notfallprogramme berücksichtigen. 


Eine einfühlsame und raumgebende Traumaarbeit zielt darauf ab, den Menschen
dabei zu unterstützen, den überhöhten Spannungslevel in seinem Körper zu senken und somit das Nervensystem wieder in Gleichgewicht zu bringen. Wichtig ist ebenso der Aufbau von kraftspendenden Ressourcen und dem Gefühl von Sicherheit und Autonomie (Wiedererlangung eigener Grenzhoheit). Die während des überwältigenden Ereignisses entstandene Erstarrung (Immobilität) wird aufgelöst und durch eine neu orientierende Mobilität ersetzt.
Trauma wird hier als ein natürlicher und normaler Teil des Lebens betrachtet, nicht
als einen Fehler, eine Krankheit oder Anomalie. Körper, Geist und Seele sind generell so ausgestattet, auch intensive und extreme Erfahrungen zu heilen. Es wird hauptsächlich mit dem ganzheitlichen inneren Empfinden (Felt Sense) in der gegenwärtigen Wahrnehmung des Menschen (Hier und Jetzt) gearbeitet.

Die Weiterbildung ist für Menschen zur Erweiterung und Vertiefung ihrer
beraterischen (psychotherapeutischen) Kompetenz geeignet, als auch zur persönlichen Reflexion / Selbsterfahrung. Der zeitliche Rahmen umfasst 4 Wochenendseminare innerhalb von 8 Monaten, mit insgesamt 62 Stunden (82,5 UStd). Die Seminare finden in der Praxis Hermannstr. 104, 28201 Bremen statt.
Der Weiterbildungsleiter ist anerkannter Lehrtherapeut der Deutschen Gesellschaft
für Systemaufstellungen (DGfS) und seine Weiterbildung entspricht den Richtlinien der DGfS. Dieses Training kann als Modul angerechnet werden.

Das erste Seminar
beinhaltet eine Einführung in die Grundlagen und Anwendungen
von psychotherapeutischen körperorientierten Verfahren zur Traumabewältigung (Somatic Experiencing® von Dr. Peter Levine, Biophysiker und Psychologe (USA) als auch Brainspotting (BSP) von Dr. David Grand, Psychotherapeut und EMDR-Lehrer (USA)).

Das zweite und dritte Seminar ist der Verbindung mit der Aufstellungsarbeit gewidmet. Hier werden die Erkenntnisse und Möglichkeiten beider Anwendungen zu einem nachhaltigen Ganzen zusammengefügt, nach meiner Erfahrung gibt die Traumaarbeit durch das Wissen um die Funktionen des Nervensystems den Aufstellungen neue Impulse und Einsichten. In diesen Seminaren ist auch genügend Raum zur neuen Erfahrung eigener Anliegen und Themen vorhanden.

Das vierte Seminar fasst das bereits Erfahrene und Erlernte noch einmal zusammen und bietet darüber hinaus die Möglichkeit zur „Falldarstellung“ und Supervision.


Kosten: 1.120 Euro / 4 Seminare á 2,5 Tage (Freitag - Sonntag)

Der Tagesworkshop "Eine gute Balance des Nervensystems ist Voraussetzung für eine wirksame therapeutische Arbeit" am 25. März 2017 ist als Einstieg in diese Weiterbildung geeignet.

 

Informationen ebenso unter "Termine"
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