Nach fast 30jähriger Erfahrung in der Aufstellungsarbeit und gut 15jähriger Erfahrung in der körperbezogenen Traumaarbeit möchte ich noch einmal eine Weiterbildung auf der Basis der phänomenologischen Sicht- und Handlungsweise, in Verbindung mit aktuellen psychotherapeutischen Verfahren zur Traumaverarbeitung anbieten.
Die kombinierte Anwendung dieser beiden Verfahren habe ich seit Jahren als sehr kraft- und wirkungsvoll erlebt, da sie sowohl auf der Empfindungsebene überwältigende Erfahrungen berücksichtigen, als auch durch die aktuelle systemische Betrachtung ablösen kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit eigenen Ressourcen, Sicherheit und Grenzen sowie auf der Bedeutung eines regulierten Nervensystems für Atmosphäre und Ablauf in Einzelberatung und Gruppe.
Viele Menschen haben in ihrem Leben Erfahrungen gemacht, die für sie zu viel, zu schnell und zu plötzlich waren, also überwältigend auf Leib und Seele eingewirkt haben. Wir können hier von traumatischen Erfahrungen sprechen, wobei nicht nur „klassische“ Situationen, wie Katastrophen, Kriege, Unfälle, Überfälle und Übergriffe, sondern auch Operationen, Stürze, Tierangriffe, also alle Grenzüberschreitungen und Grenzverletzungen, aber auch sonstige als bedrohlich empfundenen Überforderungen dazu gehören.
Selbst wenn der Mensch das für ihn traumatische Ereignis überstanden hat, kann es sein, dass sein Körper weiterhin so reagiert, als ob weiterhin die akute Gefahr bestünde.
Eine einfühlsame und raumgebende Traumaarbeit zielt darauf ab, den Menschen dabei zu unterstützen, den überhöhten Spannungslevel in seinem Körper zu senken und somit das Nervensystem wieder in Gleichgewicht zu bringen. Wichtig ist ebenso der Aufbau von kraftspendenden Ressourcen und dem Gefühl von Sicherheit und Autonomie (Wiedererlangung eigener Grenzhoheit). Die während des überwältigenden Ereignisses entstandene Erstarrung (Immobilität) wird aufgelöstund durch eine neu orientierende Mobilität ersetzt.
Die Weiterbildung soll das Augenmerk auf die Befindlichkeit des Klienten richten, auf die Wahrnehmung, Unterstützung und Erweiterung seiner gegenwärtigen Möglichkeiten und Ressourcen.
Darüber hinaus geht es auch um die Befindlichkeit und Regulierung der Berater / Therapeuten. Denn nur ein gut reguliertes Nervensystem als Gegenüber kann die Überwältigung der Klienten in einem Rahmen halten (Co-Regulation / Containment).
Methoden:
Erkenntnisse aus der Aufstellungsarbeit und aktuellen körperorientierten Verfahren (Somatic Experiencing® nach Dr. Peter Levine, Brainspotting nach Dr. David Grand, NARM™ nach Dr. Laurence Heller).
Termine:
19.-21.09.2025, 21.-23.11.2025, 23.-25.01.2026, 13.-15.03.2026, 08.-10. Mai 2026
Zeiten:
Freitag von 15.00-18.30, Samstag von 10.00 – 18.00 Uhr, Sonntag von 10.00 – 16.00 Uhr.
Kosten:
1.350,- € (300,- € pro Seminar).
Weitere Informationen unter „Termine“
Gern lade ich euch zu unseren Aufstellungsseminaren ein!
Um eine gute und sichere Atmosphäre für das Wohlbefinden zu schaffen, hae ich hier noch ein paar Informationen für euch:
Küche und Mahlzeiten:
Die Küche am Aufstellungsort ist schmal und eng. Deshalb lasst uns darauf achten, nicht zu vielen gleichzeitig in der Küche zu sein. Außerdem wäre es mir am liebsten, wenn jede/r von euch für sich selbst etwas zum Essen mitbringt. Getränke und Knabberzeug werde ich in den Seminarraum stellen. Ohnehin werden wir gemeinsam darauf schauen, dass wir in allen Räumen, wo wir uns aufhalten, die Fenster regelmäßig öffnen, damit wir immer wieder gut lüften können.
Aufstellungsarbeit:
Mittlerweile hat sich eine gute Ausdrucksform des Aufstellens bewährt.
Die Stellvertreter werden z.B. nicht mehr von der Orginalperson aufgestellt, sondern suchen sich selbst ihren Platz. Nach meinen Erfahrungen wirkt die Energie der Arbeit auch in veränderter Form sehr gut und nachhaltig, sogar noch etwas "ehrlicher".
Die Aufstellungstage finden in der Regel von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt.
Es sind Plätze für eigene Aufstellungen vorhanden,ebenso sind teilnehmende Beobachter (Stellvertreter) willkommen. Pro Tag werden wir 6 Aufstellungen durchführen. Ein Tag kostet mit eigener Aufstellung 170,- Euro und für teilnehmende Beobachter 80,- Euro.
Außerdem gibt es das Angebot "Bring' jemanden mit", wo zu diesem Tag ein Familienmitglied, Partner oder Freund mitgebracht werden kann, die / der selbst nicht aufstellt, aber als Vertrauter zusätzliche Sicherheit und Stabilität vermitteln kann. Der Gesamtpreis für beide beträgt hierbei 210,- Euro.
Die weiteren Termine für 2025:
14.06., 23.08., 11.10., 29.11.
Ich möchte meinen Freunden, Klienten und KollegInnen ein gutes, friedliches und in allen Bereichen erfreuliches neues Jahr wünschen! Dafür wünsche ich uns allen
A = Ausdauer, Anmut - B = Besonnenheit - C = Chancen - D = Demut, Durchblick
E = Eigensinn, Erfolg - F = Freude - G = Genuss - H = Humor, Handlung
I = Ideen - J = Jetzt - K = Kreativität, Kommunikation - L = Liebe, Lust, Lernen
M = Muße, Möglichkeiten - N = Natur, Neugier - O = Offenheit - P = Planen
Q = Quelle - R = Ratgeber - S = Sonnenseite - T = Themen, Teezeit
U = Unterstützung - V = Vernetzung, Verständnis - W = Wunder, Weite
X = Xundheit - Y = Yahoo - Z = Zuversicht, Zufriedenheit, Zivilcourage
Herzlichst, Heiko Hinrichs
Wenn du Angst hast, kann ich dich bestimmen,
wenn du Angst hast, dann bist du ganz klein.
Wenn du Angst hast, gibt es kein Entrinnen,
wenn du Angst hast, bist du immer mein.
Wenn du Angst hast, glaubst du mir fast alles,
wenn du Angst hast, auch wenn's Unsinn ist.
Und ich sorg', im Falle eine Falles,
ganz dafür, dass du es nie vergisst.
Wenn du Angst hast, kann ich alles machen,
weil du Angst hast, hab ich dich so gern.
Wenn du Angst hast, wirst du nicht mehr lachen,
wenn du Angst hast, bist du dir selber fern.
Wenn du Angst hast, kannst du nicht mehr denken,
wenn du Angst hast, wird dir alles schwer.
Wenn du Angst hast, kann ich dich gut lenken
und dann läufst du mir fein hinterher.
Nur das Eine musst du mir versprechen,
dass du niemals diese Angst verlierst!
Ich würde völlig auseinander brechen,
wenn du groß bist und nicht mehr auf mich hörst.
Dann wärst du frei und könntest wirklich leben
und ich selber hätte nichts zu tun.
Du würdest nur nach Glück und Freude streben
und wärst gegen meine eigene Angst immun.
HH 2022
In einer alten Zen Geschichte kam ein Meister mit seinem Gefolge in einen Ort, wo sich die Bewohner sehr merkwürdig verhielten.
Sie waren einerseits sehr ängstlich, aber gleichzeitig auch aggressiv. Irgendwie freundlich, aber auch misstrauisch.
Der Meister und seine Schüler waren von der Reise durstig und man führte sie zu einem Brunnen und ermunterte sie, vom Wasser zu trinken. Das Wasser roch aber merkwürdig und der Meister riet seinen Schülern davon ab, es zu trinken, es sei vergiftet.
Da wurden die Bewohner böse und meinten, der Meister und seine Leute seien gefährliche Irre und man müsse sie einsperren. Aber wenn sie von dem Wasser im Brunnen trinken würden, wäre alles wieder gut.
Nun gibt es zwei Versionen über das Ende der Geschichte:
Die erste Version besagte, dass sich der Zen Meister und seine Schüler weigerten, vom Wasser zu trinken und gehen wollten. Daraufhin wurden sie von den Bewohnern gepackt und bei Todesandrohnung gezwungen, das Wasser zu trinken. Dann wurden sie genau so merkwürdig wie die Anderen und wurden in Ruhe gelassen.
In der zweiten Version bot sich der Meister an, als erster vom Wasser zu trinken und man willigte ein. Nach dem ersten Schluck gebärdete er sich völlig verrückt und lachte und weinte zugleich. Daraufhin duften die Schüler mit ihm abziehen. Die Schüler waren entsetzt und trauerten um ihren Meister. Als sie die Ortsgrenze erreicht hatten, war der Meister plötzlich wieder er selbst und lachte. Er berichtete, dass das Wasser ihm nichts anhaben konnte und er den Verrückten nur gespielt habe.
"Wenn du mit dir verbunden bist und wach bleibst, kann dir etwas Ungutes nur schwer etwas anhaben"...