Systemische Therapie
Im Family-Blog gibt es Neuigkeiten zu Themen des Instituts Family Affair und der systemisch-phänomenologischen Therapie
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10.Mai.2022

Meinungen - Deinungen - Seinungen

"Unterscheide stets: Meinungen - Deinungen - Seinungen"

"Wir leben in einer Zeit, in der jeder seine Meinung zu allem Möglichen abgeben kann - vor allem im Internet.
Dabei wird jedoch gerne vergessen, wie schnell aus Meinungen verletzende Urteile werden und wie rasant diese sich verbreiten können. Mach dir bewusst, dass in jeder Meinung viel "mein" steckt, sie also immer erst die Einstellung und Gefühle desjenigen verrät, der sie äußert. Entscheide dann sorgfältig, ob und wie viel du dir die Deinung deines Gegenübers oder die Seinung eines Fremden aneignest, bevor du dir daraus deine Meinung bildest und sie preisgibst."

Aus: "Der Lebensfreude Kalender 2022"

 

30.Mär.2022

Wenn du Angst hast - oder: Angstmacher

Wenn du Angst hast, kann ich dich bestimmen,
wenn du Angst hast, dann bist du ganz klein.
Wenn du Angst hast, gibt es kein Entrinnen,
wenn du Angst hast, bist du immer mein.

Wenn du Angst hast, glaubst du mir fast alles,
wenn du Angst hast, auch wenn's Unsinn ist.
Und ich sorg', im Falle eine Falles,
ganz dafür, dass du es nie vergisst.

Wenn du Angst hast, kann ich alles machen,
weil du Angst hast, hab ich dich so gern.
Wenn du Angst hast, wirst du nicht mehr lachen,
wenn du Angst hast, bist du dir selber fern.

Wenn du Angst hast, kannst du nicht mehr denken,
wenn du Angst hast, wird dir alles schwer.
Wenn du Angst hast, kann ich dich gut lenken
und dann läufst du mir fein hinterher.

Nur das Eine musst du mir versprechen,
dass du niemals diese Angst verlierst!
Ich würde völlig auseinander brechen,
wenn du groß bist und nicht mehr auf mich hörst.

Dann wärst du frei und könntest wirklich leben
und ich selber hätte nichts zu tun.
Du würdest nur nach Glück und Freude streben
und wärst gegen meine eigene Angst immun.

HH 2022

 

10.Jan.2022

Eine Geschichte zum neuen Jahr

In einer alten Zen Geschichte kam ein Meister mit seinem Gefolge in einen Ort, wo sich die Bewohner sehr merkwürdig verhielten.
Sie waren einerseits sehr ängstlich, aber gleichzeitig auch aggressiv. Irgendwie freundlich, aber auch misstrauisch.
Der Meister und seine Schüler waren von der Reise durstig und man führte sie zu einem Brunnen und ermunterte sie, vom Wasser zu trinken. Das Wasser roch aber merkwürdig und der Meister riet seinen Schülern davon ab, es zu trinken, es sei vergiftet.
Da wurden die Bewohner böse und meinten, der Meister und seine Leute seien gefährliche Irre und man müsse sie einsperren. Aber wenn sie von dem Wasser im Brunnen trinken würden, wäre alles wieder gut.
Nun gibt es zwei Versionen über das Ende der Geschichte:
Die erste Version besagte, dass sich der Zen Meister und seine Schüler weigerten, vom Wasser zu trinken und gehen wollten. Daraufhin wurden sie von den Bewohnern gepackt und bei Todesandrohnung gezwungen, das Wasser zu trinken. Dann wurden sie genau so merkwürdig wie die Anderen und wurden in Ruhe gelassen.
In der zweiten Version bot sich der Meister an, als erster vom Wasser zu trinken und man willigte ein. Nach dem ersten Schluck gebärdete er sich völlig verrückt und lachte und weinte zugleich. Daraufhin duften die Schüler mit ihm abziehen. Die Schüler waren entsetzt und trauerten um ihren Meister. Als sie die Ortsgrenze erreicht hatten, war der Meister plötzlich wieder er selbst und lachte. Er berichtete, dass das Wasser ihm nichts anhaben konnte und er den Verrückten nur gespielt habe.
"Wenn du mit dir verbunden bist und wach bleibst, kann dir etwas Ungutes nur schwer etwas anhaben"...

 

05.Dez.2021

Besonnenheit

Eigentlich sollten wir Menschen uns doch menschlich verhalten...?! Oder macht uns die Angst vor einer (tatsächlichen, vermeintlichen oder gelenkten) Bedrohung nicht nur in unseren Gedanken, sondern auch im Herzen eng? Verlernen wir gerade unsere Menschlichkeit? Werden wir aggressiv und lehnen alles ab, wollen wir mit allem nichts mehr zu tun haben oder verstummen wir angesichts der informativen Übermacht? Können wir nur noch reagieren und uns einer der gegenwärtig zentral wirkenden Meinungen anschließen?
Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit?
Vielleicht besteht das Geheimnis der Freiheit darin, die immer enger werdende Spanne zwischen Reiz und Reaktion wieder zu verlängern. Es entsteht ein Raum, mit dem ich mich mit mir selbst verbinde. Ich kann diese Pause, diesen Zustand Meditation nennen. Der durch äußere Spannung entstandene innere Lärm kann ruhiger werden, die zunehmende Stille schärft die Sinne.
Und durch die neu entstehende Verbundenheit mit mir selbst, mit meinen Gedanken und Gefühlen, können mir auch die Anderen, gleich wie sie sind, näher und menschlicher erscheinen.
Die alten Griechen sahen Besonnenheit als ein hohes menschliches Gut an. Können wir uns denn jetzt Besonnenheit leisten? Gerade jetzt und gerade hier! Denn das ist der Gegenpol zum immer schneller werdenden Gedanken- und Gefühlskarussell der Gegenwart. Die Qualität der Besonnenheit sollte auch eine Grundausstattung aller Staatenlenker der Welt sein.

 

18.Nov.2021

Aufstellungstage 2022

Auch im kommenden Jahr lade ich euch gern zu Aufstellungsseminaren in Präsenzform ein. Wir befolgen die gültigen Vorsichtsmaßnahmen, besonders was Kontakt und Handhygiene betrifft (AHA Regeln), das Tragen von Mund-Nase-Masken und die Anwendung der derzeitigen Testverfahren. Am Aufstellungsort haben wir gute räumliche Möglichkeiten, es gibt Luftreiniger und wir lüften regelmäßig.

Des weiteren halten wir uns an folgende Regularien:

Begrüßung und Abschied:
Auch wenn ohne Körperkontakt, dafür ebenso herzlich mit Zulächeln, Zuwinken, dem indischen Gruß (Namasté) und Ähnlichem. Wenn wir in den Räumen am Platz sitzen besteht bei mir keine Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Masken, aber in der Aufstellungsarbeit selbst kann es sich sicherer anfühlen.

Küche und Mahlzeiten:
Die Küche am Aufstellungsort ist schmal und eng. Deshalb bitte ich euch, nur für sich selbst etwas zum Essen mitzubringen, also kein Buffett wie sonst üblich. Nur Tee und Wasser werde ich in die Küche stellen. Und wir werden darauf achten, nicht zu mehreren gleichzeitig in der Küche zu sein. Darüber hinaus sollten wir auch beim Essen selbst auf genügend Raum achten.
Ohnehin werden wir gemeinsam darauf schauen, dass wir in allen Räumen, wo wir uns aufhalten, die Fenster regelmäßig öffnen, damit wir immer wieder gut lüften können.

Bäder / Toiletten:
Lüften, wo es geht. Die beiden Toiletten sindentsprechend ausgestattet (Papierhandtücher, Desinfektionsmittel).

Aufstellungsarbeit:
Wir werden eine veränderte und der gegenwärtigen Situation angemessene Ausdrucksform des Aufstellens praktizieren.
Ich weiß, dass es möglich ist, auch ohne expressiven Ausdruck und auch mit entsprechendem Abstand die jeweiligen Positionen zu verkörpern. Nach meinen Erfahrungen kann die jeweilige Energie der Arbeit auch in veränderter Form gut und nachhaltig wirken.

Ich gehe davon aus, dass jede von euch einen eigenen Standpunkt und eine eigene Vorgehensweise zu dem Thema Pandemie und Covid-19 Infektion entwickelt hat. In diesem Rahmen brauchen wir jedoch einen Konsens, um uns sicher zu fühlen. Ich selbst bin geimpft, aber gleichwohl achtsam und vorsichtig.

Wenn ihr damit konform geht, lade ich euch gern zu den Aufstellungstagen ein. Sie finden in der Regel von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt.

Es sind Plätze für eigene Aufstellungen vorhanden,ebenso sind teilnehmende Beobachter (Stellvertreter) willkommen. Ein Tag kostet mit eigener Aufstellung 170,- Euro und für teilnehmende Beobachter 80,- Euro.

Außerdem gibt es das Angebot "Bring' jemanden mit", wo zu diesem Tag ein Familienmitglied, Partner oder Freund mitgebracht werden kann, die / der selbst nicht aufstellt, aber als Vertrauter zusätzliche Sicherheit und Stabilität vermitteln kann. Der Gesamtpreis für beide beträgt hierbei 210,- Euro.

Die aktuellen Termine 2022:

02.04., 25.06., 17.09., 05.11.

 

 

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